Fitness-Markt Deutschland

Der Fitnessmarkt hat wie viele andere Wirtschaftszweige in Deutschland durch die Corona-Pandemie einen herben Dämpfer hinnehmen müssen. Lockdown-Maßnahmen führten über Monate zu Schließungen von Fitness-Anlagen mit entsprechenden Mitgliederverlusten und Umsatzeinbrüchen.

Der deutsche Fitnessmarkt wird seit Jahren durch das steigende Gesundheitsbewusstsein in der Bevölkerung positiv beeinflusst. Fitnesstraining ist mit 10,31 Mio. Mitgliedern die mitgliederstärkste Trainingsform noch vor Fußball (7,17 Mio. Mitglieder) und Turnen (5,05 Mio. Mitglieder).

Bis einschließlich 2019 war der Markt durch sowohl Mitglieder-, Anlagen- und Umsatzzuwächse gekennzeichnet. So stieg die Zahl der Fitness-Anlagen zwischen 2014 und 2019 um mehr als 20 % auf 9.669. Allerdings ist das Wachstum auf Kettenbetriebe und Mikrostudios beschränkt, wohingegen die Zahl der Einzelbetriebe weitgehend konstant blieb. Ein ähnliches Bild zeigt sich bei den Mitgliederzahlen, wobei hier klar die Kettenbetriebe mit einem Mitgliederzuwachs von 64 % zwischen 2014 und 2019 hervorstechen.


Umsätze Fitness-Markt Deutschland

Wie in vielen anderen Bereichen stellt die Covid-19 Pandemie auch auf dem Fitnessmarkt eine Zäsur dar. So war das Jahr aufgrund der Beschränkungen inkl. lockdownbedingter Schließungen durch deutliche Mitgliederrückgänge gekennzeichnet. Betreiberübergreifend betrug der Mitgliederschwund im vergangenen Jahr fast 12 % (ohne stillgelegte Mitgliedschaften). Die Zahl der Anlagen blieb dagegen nahezu stabil und sank nur marginal um 1,4 %. Aber auch hier stellt sich der Markt unterschiedlich dar. Während die Zahl der Kettenbetriebe sogar leicht um 1,1 % steigen konnte, ging die Zahl der Mikrostudios um 3,5 % zurück. Noch deutlicher als bei den Mitgliedszahlen fiel der coronabedingte Einbruch bei den Umsätzen aus.